Engagement des Monats: Ehrenamtlicher Beerdingungsdienst

01.11.2026 |

Jeden Monat rücken wir ein besonderes Engagement aus dem kirchlichen Leben in den Mittelpunkt. Wir stellen Engagementbereiche vor und zeigen wie sich Menschen mit Herz, Zeit und ihrem Glauben für andere einsetzen und damit einen Unterschied machen.

Kirchliches Engagement verbindet Gemeinschaft, Glaube und gelebte Nächstenliebe - mehr erfahren Sie auf dem diözesanen Engagementportal.

Menschen in ihrer Trauer begleiten und einen Abschied in Würde ermöglichen

Menschen in einer der schwersten Situationen ihres Lebens begleiten, Trost spenden und einen würdevollen Abschied gestalten: Dafür engagieren sich Frauen und Männer im ehrenamtlichen Beerdigungsdienst der Erzdiözese Freiburg.
Sie führen Gespräche mit Angehörigen, bereiten Trauerfeiern vor und gestalten die Begräbnisfeier und Beisetzung. Dabei bringen sie ihre eigenen Lebenserfahrungen, ihren Glauben und ihre Verbundenheit mit den Menschen vor Ort ein.
Viele der Engagierten sind bereits seit Jahren in ihren Kirchengemeinden aktiv, begleiten Kranke und Sterbende oder engagieren sich in der Trauerbegleitung. Für sie ist der Beerdigungsdienst eine Möglichkeit, Menschen auch über den Tod hinaus zu begleiten und christliche Hoffnung erfahrbar zu machen.
Wie wertvoll dieser Dienst für Angehörige sein kann, zeigt eine Rückmeldung nach einer Begräbnisfeier:
„Das hast Du schöner gemacht wie jeder Pfarrer.“
Die Erfahrungen der Ehrenamtlichen zeigen, dass Angehörige häufig keinen Unterschied zwischen hauptberuflichen und ehrenamtlichen Seelsorgenden machen. Entscheidend ist, dass jemand da ist, zuhört und die Trauerfeier persönlich und einfühlsam gestaltet.
Ehrenamtlichen berichten von ihren Erfahrungen:
Eine Engagierte erzählt, dass sie sich durch die Ausbildung gut auf ihre Aufgabe vorbereitet fühlte und gestärkt in den Dienst gegangen ist. Besonders freut sie sich darüber, dass die ehrenamtlichen Frauen in ihrer Gemeinde selbstverständlich zum Beerdigungsteam gehören.
Eine andere Ehrenamtliche erlebt, dass Angehörige die Begleitung durch Ehrenamtliche sehr schätzen. Manchmal ist die Hemmschwelle sogar niedriger, wenn nicht der Pfarrer die Trauerfeier gestaltet.
Auf ihren Dienst werden die Ehrenamtlichen durch eine Ausbildung mit theologischen und praktischen Elementen vorbereitet. Auch danach werden sie begleitet und durch Supervision und Fortbildungen unterstützt.
Das Engagement im Beerdigungsdienst zeigt: Kirche lebt von Menschen, die ihre Fähigkeiten einbringen, Verantwortung übernehmen und anderen gerade dann nahe sind, wenn sie Begleitung und Trost brauchen.
 
Gut zu wissen:
  • Zeitaufwand: Individuell, je nach Zahl der übernommenen Beerdigungen
  • Für wen: Menschen, die andere in Trauer und Abschied begleiten möchten
  • Besonders schön: Angehörigen in einer schweren Lebenssituation beistehen und einen persönlichen Abschied ermöglichen
  • Was es braucht: Einfühlungsvermögen, Offenheit, theologisches Wissen und die Bereitschaft zur Ausbildung zum Begräbnisdienst
  • Mehr Infos: Fachbereich Liturgie des Abschieds