Engagement des Monats

 
Jeden Monat rücken wir hier ein Engagement aus dem kirchlichen Leben in den Mittelpunkt. Wir stellen Engagementbereiche vor und zeigen wie sich Menschen mit Herz, Zeit und ihrem Glauben für andere einsetzen und damit einen Unterschied machen.
 
 
  

Kinder und Jugendliche begleiten - Betreuung im Ferienlager

01.08.2026
Gemeinsam unterwegs sein, Neues entdecken, lachen
Ob im Zelt oder in einer Jugendherberge – im Ferienlager erleben Kinder und Jugendliche eine besondere Zeit. Neben Spaß und Action bietet ein Ferienlager auch Zeit zum Entspannen und um neue Freundschaften zu knüpfen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben Abenteuer und Gemeinschaft ganz unmittelbar. Damit das gelingt, braucht es Menschen, die mitgehen, anleiten und den Rahmen dafür schaffen.
Viele übernehmen schon in jungen Jahren Verantwortung und leiten selbst mit: Sie planen ein abwechslungsreiches Programm, bereiten Aktionen vor, wie z. B. spannende Geländespiele, kreative Workshops oder gemeinsame Ausflüge, behalten den Überblick und gestalten das Miteinander in der Gruppe. Die Betreuerinnen und Betreuer im Ferienlager motivieren, greifen Ideen auf, setzen spirituelle Impulse, vermitteln bei Konflikten und sorgen dafür, dass sich jede und jeder wohl fühlt. So entsteht eine lebendige Gemeinschaft, die trägt und verbindet.
Die Betreuung im Ferienlager heißt: Verantwortung tragen, im Team arbeiten und auch in unerwarteten Situationen Lösungen finden – für ein unvergessliches und prägendes Ferienerlebnis für sich selbst und andere.
 
Stimmen aus dem Engagement:
„Ich engagiere mich ehrenamtlich im Zeltlager, weil es mir Freude macht, fast 100 Kindern unvergessliche Ferien mit Gemeinschaft, Spaß und Abenteuer zu ermöglichen. Besonders wichtig ist mir, dass sich alle Kinder im Zeltlager wohlfühlen, neue Freundschaften knüpfen und eine Zeit erleben, in der Zusammenhalt und Spaß im Mittelpunkt stehen. Während der zwölf Tage in unserem Zeltlager kann ich Verantwortung übernehmen und Dinge ausprobieren. Gemeinsam schaffen wir viele besondere Erinnerungen.“
Leni, KjG Hardheim e. V.
 
„Das Sommerlager ist immer der krönende Abschluss einer langen Zeit der Vorbereitung. Zu sehen, wie die Kids bei den Spielen unglaublichen Spaß haben und mal was neues Erleben im Vergleich zum Schulalltag ist sehr cool. Dazu kommen die unzähligen Begegnungen, Momente und Freundschaften, die das Lagerleben und die Vorbereitungszeit zu etwas ganz besonderem machen.“
Simon, KjG St. Suso, Konstanz-Petershausen
 
„Bei uns darf man ab der Erstkommunion mit ins Zeltlager, und ich war von Anfang an dabei. Ich bin damit groß geworden. Als ich 2019 in die Leitungsrunde aufgenommen wurde, war das für mich eine große Ehre. Mich begeistert jedes Jahr wieder die Vorfreude bei den Leiterinnen und Leitern und wie viel Herzblut wir alle in die Vorbereitung stecken. Wir wachsen dabei wie eine große Familie zusammen, und dass die Eltern uns ihre Kinder für acht Tage anvertrauen, ist für mich ein riesiges Geschenk. Jedes Jahr gibt es ein neues Motto, einen neuen Zeltplatz und vor allem ganz viel Spaß draußen in der Natur und mal ohne Handys.“
Inés, Katholische Jugend Litzelstetten, Konstanzer Bodanrückgemeinden
 
Ich finde ehrenamtliches Engagement wichtig für ein demokratisches und soziales Miteinander. Ich möchte den Kindern und Jugendlichen, wichtige Werte mitgeben, wie die der "tätigen Solidarität" (eine der Leitlinien der Pfadfindergemeinschaft), Teamfähigkeit, Hilfsbereitschaft, Akzeptanz aller Menschen und Lebensformen. Das lernen junge Menschen, wenn sie Hand in Hand arbeiten müssen, um an ihr Ziel (bspw. ein Zelt aufbauen, miteinander kochen, sich gegenseitig helfen) zu kommen. Außerdem ist mir der naturnahe Aspekt bei den Pfadfindern sehr wichtig - das "einfache" Leben. 
Mich begeistert zu erleben, wie aus einzelnen Personen eine Gruppe wird, wie Freundschaften fürs Leben wachsen und gestärkt werden und junge Menschen, soziale und engagierte Erwachsene werden. Mir selbst haben diese Freizeiten Selbstvertrauen geschenkt und viel Spaß gemacht. Sie haben mir gezeigt, wozu eine Gemeinschaft fähig ist und dass man auch ohne miteinander verwandt zu sein, eine Familie werden kann.“
Christina, DPSG St. Fridolin, Lörrach-Stetten
 
„Nachdem ich selbst früher drei Jahre lang als Teilnehmer unseres Sommerlagers diesen zwei Wochen im Jahr entgegengefiebert habe, begleite ich nun seit sieben Jahren unser Lager in der Leitung. Ich möchte den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben zwei Wochen ohne Eltern zusammen mit Freunden Spaß zu haben.  Große Freude bereitet mir dabei nicht nur die Zusammenarbeit mit den Teilnehmern, sondern auch der Zusammenhalt und die gemeinsamen Erfahrungen in der Leiterrunde. Solche Sommerlager und die damit einhergehenden Erinnerungen sind herausragende Möglichkeiten für die persönliche Entwicklung.“
Niclas, KjG Christkönig Rüppurr,  Karlsruhe
 
Gut zu wissen:
Mindestalter: 18 Jahre für eine hauptverantwortliche Leitung, 16 Jahre als Betreuerin/Betreuer im Team
Voraussetzung ist ein erfolgreich abgeschlossener Grundkurs für Gruppenleitende. Nähere Informationen gibt es im jeweiligen Jugendbüro der Kirchengemeinde oder beim jeweiligen Jugendpastoralen Team. Nach Abschluss des Grundkurses bekommen Teilnehmende die Jugendleitercard (Juleica) des Landesjugendring Baden-Württemberg.
Außerdem notwendig bei einem Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit:
-          Erweitertes Führungszeugnis
-          Unterschrift der Erklärung zum grenzachtenden Umgang
-          Anerkennung des Verhaltenskodex für die kirchliche Jugendarbeit
-          Schulung zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt
Der Gesetzgeber unterstützt das Engagement Jugendlicher und junger Erwachsener in der Jugendarbeit durch das "Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes in der Jugendarbeit". Auf dieser Grundlage kann u. a. für die Leitung von Freizeiten und Zeltlagern Freistellung beim Arbeitgeber beantragt werden.